Pace pro Kilometer ist schlicht die eingegebene Gesamtzeit geteilt durch die Distanz. Daraus leiten sich Meilen-Pace und Geschwindigkeit direkt ab:
Pace/km = Gesamtzeit ÷ Distanz (km) Pace/mi = Pace/km × 1,60934 km/h = 3600 ÷ Pace/km (in Sekunden)Zielzeiten-Vorhersage nutzt die Riegel-Formel, ein 1977 von Pete Riegel veröffentlichtes Modell, das aus einer bekannten Leistung über Distanz D₁ die zu erwartende Zeit über eine andere Distanz D₂ hochrechnet:
T₂ = T₁ × (D₂ ÷ D₁)^1,06Der Exponent 1,06 bildet ab, dass Ausdauerleistung mit zunehmender Distanz überproportional abfällt – ein Läufer wird also nicht einfach linear langsamer, sondern etwas mehr, je länger die Strecke wird. Das Modell ist eine statistische Mittelung über viele Athleten und funktioniert am zuverlässigsten, wenn Ausgangs- und Zieldistanz nicht zu weit auseinanderliegen (z. B. 10 km → Halbmarathon). Bei sehr großen Sprüngen (z. B. 5 km → Marathon) oder bei Läufern, deren Training nicht auf die Zieldistanz ausgelegt ist, weicht die reale Zeit oft ab.
Kilometer-Splits gehen von einem konstanten Tempo aus: Jeder Kilometer bekommt exakt die berechnete Pace zugewiesen, die kumulierte Spalte summiert diese einfach auf. Das entspricht einer idealen, gleichmäßigen Renneinteilung – reale Läufe schwanken durch Steigung, Wind, Ermüdung oder taktisches Pacing.